Danke!

Gestern, am 1.April 2020, dem ersten Tag der Alterspension, habe ich von meiner langjährigen Assistentin, der lieben Gabi Klameth ein Buch geschenkt bekommen.

Da haben sich hunderte – jetzt muss ich schon sagen- ehemalige Patienten liebe- und humorvoll verabschiedet.

da sind sogar die Fische baff..

Was soll ich dazu sagen?

Da hat sich unsere liebe Gabi offensichtlich den Mund zerfranst um alle zu motivieren, etwas zu sagen, zu zeichnen, Kollagen zu machen, Gedichte zu verfassen, Bücher dazu zu legen, kurze graphic novels  teilweise in Griechisch. Hab ich was vergessen?

Und dann in einem handgemachten „Kassettenbuch“ zu sammeln.  

so schönes Englisch

Und wenn ich nun jedes Blatt lese, dann tauchen aus der Vergangenheit Bilder und Situationen auf, an denen ich wieder erkenne, was damals in jeder dieser Beziehungen geschehen ist. Und es fühlt sich an, wie es sich schon einmal angefühlt hat.

Auf manchen Blättern war ich- sorry to say so- den Tränen nahe. 

Dann wenn plötzlich das Gefühl des Autors und meines einhellig wurde. Wenn ich genau empfunden habe, was die Schreibende (oder auch der Schreibende) im Momente des Verfassens empfunden hat. So etwas kannte ich bisher nicht. Wenn etwas jahrelang zurück lag und dieser Moment auf einmal mit der ganzen damaligen Lebendigkeit wieder da war.

In einer Fortbildung habe ich einmal gelernt, dass in der Arzt-Patientenbeziehung nur 20% der Vermittlung von Fakten dienen. 80% sind nicht ausgesprochene Inhalte, Gesten der Nähe und der Zuneigung. In meinem Fall fehlt wahrscheinlich auch ein bisserl ein Prozentsatz des auf-kleine-Zettel-Zeichnens. 

Mich hat dieses Geschenk wirklich bereichert und ich danke Ihnen von ganzem Herzen.

Wenn das alles wahr wäre, was Sie über mich als Hausarzt geschrieben haben, dann würde ich in Zukunft auch zu mir gehen und mich von mir behandeln lassen. 

es ist unglaublich

Auch für alle anderen Verabschiedungen, die den Weg nicht in dieses unfassbare Unikat gefunden haben, möchte ich mich hier bedanken.

Bitte bleiben Sie gesund und schenken meiner Nachfolgerin Frau Dr.Elisabeth Hochleutner genau so viel Vertrauen wie mir.

Herzlich Ihr

Johannes Čapek